Wikinger-Glossar

Hier erklären wir Euch wichtige Begriffe, die wir häufig verwenden und die manch Nicht-Pfadfinder nicht kennt.
 

Georgsbuch
Unser „Lehr- und Handbuch“ mit allem Wichtigen über Pfadfinden und unseren Stamm. Mit dem Georgsbuch haben alle Wikinger ein Büchlein in das sie schauen können, wenn sie etwas wissen wollen.
JuJa
Juja: Wofür soll das denn stehen? Ganz einfach für: Jungenschaftsjacke. Die Juja ist entweder aus Kohtenstoff (und somit wasserdicht) oder aus Wolle. Die Juja gehört ganz selbstverständlich zu unserem Stil. Ursprünglich kommt sie aus der bündischen Jugend, ist aber heute bei vielen Pfadfindern verbreitet.
KIM
Der KIM ist der „Beobachter der Wikinger“. Hier werden unsere Berichte über Lager und Fahrten geteilt und man berichtet sich gegenseitig über die Erlebnisse. Längere Zeit wurde der KIM nicht herausgegeben. Zum Stammesjubiläum 2014 hat die Roverrunde Henrik von Uppsala endlich wieder einen KIM herausgegeben. Der KIM erscheint derzeit jährlich.
Kluft
Weltweit sind die Pfadfinder an ihrer Kluft erkennbar. Die Kluft ist also die „Pfadfinder-Tracht“, sie ist jedoch keine Uniform. Jeder Pfadfinder trägt die Kluft zu gemeinsamen Aktionen, wie Lagern und Fahrten. Ursprünglich sollte die Kluft die sozialen Unterschiede zwischen den Jungen (und später auch Mädchen) verdecken. Heute ist die Kluft unser Erkennungszeichen und schaft ein Zugehörigkeitsgefühl. Zur Kluft, einem sandfarbenen Hemd mit Aufnähern und Abzeichen, gehört das Halstuch in der Stufenfarbe. Zur Kluft wird normalerweise eine einfarbige, meist dunkle Hose mit Gürtel getragen.
Kohte/Jurte
Schwarz zelten hat bei uns Wikingern Tradition. Weltweit sind die deutschen Pfadfinder für ihre „german black tents“ bekannt. Kohten werden als „Hauszelte“ bezeichnet und ihr Vorteil besteht darin, dass man in ihnen Feuer machen kann. Zudem ist es möglich aus den Planen, die normalerweise eine Kohte bilden, auch andere Konstruktionen zu bauen. Aus unserem Pfadfinderalltag sind Kohten daher nicht wegzudenken.
Neben den kleinen Kohten in denen normalerweise ca. 5 Pfadfinder schlafen gibt es noch die größeren Jurten. Hier finden dann auch die gemeinsamen Abende auf unseren Stammeslagern statt, da hier einige Pfadfinder hineinpassen. In der Mitte brennt dann auch meistens ein Lagerfeuer, sodass es immer sehr gemütlich ist.
Kornett
Was soll denn ein Kornett sein? Ganz einfach. Unsere Gruppen, die wir Trupp oder Runde nennen, sind in kleinere Gruppen, die Sippen aufgeteilt. Dieses Prinzip geht auf unseren Gründer Baden-Powell zurück. Den Sippen steht jeweils ein Kornett vor, also der Älteste und Erfahrenste aus der Gruppe. Die Kornetts unterstützen die erwachsenen Leiter und lernen dabei Verantwortung zu übernehmen. Unterstützt werden die Kornetts meist durch Hilfskornetts.
Kurat
Der Kurat ist Teil des Stammesvorstandes. Er ist vor allem der „geistliche Leiter“, das heißt er kümmert sich um Inhaltliches und Spirituelles, wie Morgen- und Abendrunden. Außerdem ist er Bindeglied zwischen Kirchengemeinde und Stamm. Im Vorstand wirkt er mit den beiden gewählten Stammesvorständen gleichberechtigt mit.
Probenheft
Das Probenheft ist mittlerweile eine Seltenheit in der DPSG geworden. Wir halten es jedoch immer noch für sinnvoll, dass unsere neuen Wikinger erst einmal die Pfadfindertechniken lernen und über Pfadfinderwissen Bescheid wissen, bevor sie ihr Versprechen ablegen können. Dabei macht es die Kinder und Jugendlichen richtig stolz, wenn sie die Probe bestanden haben und der Leiter/die Leiterin dies im Probenheft unterschreibt.
Sommerfahrt
Die Sommerfahrt ist wohl eines der Highlights im Pfadfinderkalender. In den Sommerferien geht es dann mit dem Trupp, der Meute oder Runde für mehrere Wochen (meistens zwei) auf Fahrt. Das bedeutet Abenteuer pur, wenn man morgens nicht weiß, wo man abends ankommt. Wann die Sommerfahrt stattfindet ist unterschiedlich. Eine Absprache mit den Leitern ist also sinnvoll, wenn der Familienurlaub geplant wird.
Stammesfahrt
Die Stammesfahrt ist meist die erste Fahrt im Jahr. Wenn es in der Schule die Halbjahreszeugnisse gibt, dann zieht es die Wikinger in ein Selbstversorgerhaus um dort gemeinsam ein schönes Wochenende zu erleben und mal abzuschalten. Die Stammesfahrt ist jedoch nicht mit dem Stammeslager zu verwechseln, auch wenn beide Fahrten immer viel Spaß bedeuten.
Stammeslager
Das Stammeslager findet jährlich an Christi Himmelfahrt statt. Der gesamte Stamm fährt dann gemeinsam auf einen Zeltplatz. Während des Stammeslagers findet der „Wettkampf um das Wikingerschiff“ statt. Dabei gilt es den Kochwettbewerb, das Geländespiel und den Singewettstreit zu gewinnen. Die Stammeslager bieten die Gelegenheit auch die anderen Wikinger aus den anderen Trupps kennen zu lernen.
Stammesvorstand
Der Stammesvorstand besteht aus den gewählten Vorständen sowie dem Kuraten. Gemeinsam sind diese drei für die Leitung des Stammes verantwortlich. Natürlich nicht allein! Sondern mit Unterstützung der Leiterrunde und insbesondere des „erweiterten Vorstandes“. Auch vertritt der Stammesvorstand den Stamm nach Außen und auf Diözesanebene.
Takelbluse
Die Takelbluse ist ebenso wie die Juja ein Kleidungsstück aus der bündischen Tradition. Mancher der Älteren trägt sie, aber sie ist keine „Pflicht“ so wie Kluft und Juja. Insbesondere, wenn es zu warm für die Juja und zu kalt für nur die Kluft ist, ist die Takelbluse ideal. Die Takelbluse ist meist blau.
Trupp/Meute/Runde
Unsere Gruppen heißen bei den Jungpfadfindern und Pfadfindern Trupps. Bei den Wölflingen sprechen wir von der Meute, bei den Rovern heißt es Runde. Die Trupps bestehen aus kleineren Gruppen, den Sippen. Die Trupps und die Meute werden von erwachsenen Leitern geleitet. Die Rover haben einen Berater, der der Runde durch seine Erfahrung zur Seite steht.
Trupprunde
Unsere Gruppenstunden heißen bei uns Trupprunden. Das Programm ist ganz unterschiedlich und auch von Gruppe und Altersstufe abhängig. Die Trupprunden finden wöchentlich im Stammesheim statt, außer in den Schulferien.
Willy Booh
Das „Willy Booh“ ist unser eigenes Liederbuch, voll mit pfadfinderisch-bündischem Liedgut und auch mit selbstgeschriebenen Liedern. Das Willy Booh ist nur für den Stammesgebrauch gemacht und wird von uns auf Lagern, Fahrten und bei gemeinsamen Singerunden, wie beim Stammessingekreis, verwendet. Zur Zeit wird übrigens die dritte Auflage verwendet. Aber es gibt bestimmt bald die vierte…